pressestimmen:

UND WIEDER WAR`S DIE FLEDERMAUS - EIN SINGSPIEL ÜBER DAS ENDE DER MENSCHHEIT

[…] Verpackt wird diese absurd anmutende Story in ein Singspiel. Operettenhaft ist hier allerdings gar nichts.
Bei allem Humor, den „MARIA UND DIE FLEDERMAUS“, uraufgeführt am Freitag im Theater am Werk hat: Die Angst vor dem Weltuntergang wird hier nicht verblödelt. Die hier anwesenden singenden und sprechenden Tiere sind von einer überzeugenden Dringlichkeit, wenn sie mahnen: „Es gibt gewisse Probleme mit der Menschheit.“ Und das leugnet nicht einmal der einzige Mensch unter den Anwesenden, die Tierärztin.

Autor Johannes Schrettle hat sich mit seinem Musical „Horses“ bereits einen Namen gemacht mit Sujets, die für eine musikalische Revue überraschend wirken.Ging es in „Horses“ um Themen wie Flüchtlingskrise und Rechtsextremismus, stehen nun Klimawandel und das Scheitern der Menschheit insgesamt auf dem Programm. Gemeinsam mit Martin Hemmer und Imre Lichtenberger Bozoki (Musik) deutet er eine sich vorbereitende Apokalypse an. Das gelingt erstaunlicherweise. Vielleicht auch, weil man, trotz des großen thematischen Rahmens, nicht übertreibt […]. Alles hier wirkt sehr konzentriert.

Die Musik hat stellenweise echtes Schlagerpotenzial […]. Und dabei wird herrlicher Unsinn geschmettert: „Vielleicht bin ich bald tot, ich weiß nicht viel, ich riech nach Kot“.
Das Bühnenpersonal macht seine Sache durch die Bank hervorragend […].
Ansonsten wird fast alles hier gesungen, und das in einer meist außerordentlichen Qualität […].
Ein wilder, witziger Abend, dem man höchstens die doch sehr ambitionierte Länge von 150 Minuten vorwerfen kann. Ansonsten gilt: Die Dinge sind zu ernst, um sie nicht besingen zu können.

KURIER Barbara Beer 26.09.2026